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Parteifreier Beitrag: Kieferer Bündnis für Familie startet durch

Familie


Auf großes Interesse stieß die Auftaktveranstaltung des Kieferer Bündnisses für Familie. Bündnissprecher Roland Schmidt konnte über 40 Bürgerinnen und Bürger in den Seminarräumen des Haus Sebastian begrüßen. Gemeinsames Ziel ist, den Ort zum familienfreundlichsten Wohnort des Inntals werden zu lassen. Mit ihrem Engagement wollen sie junge Familien halten und anlocken, um so die Gemeinde zukunftsfähig zu halten. Schmidt: „Daraus ziehen nicht nur junge Menschen ihren Nutzen, sondern auch die älteren Mitbürger.“

Bürgermeister Erwin Rinner zeigte sich überzeugt, dass Kiefersfelden durch die Anstrengungen der letzten Jahre schon sehr viel für Familien geleistet hat. So verwies er auf die neu errichtete Kinderkrippe, drei Kindergärten, einen Kinderhort sowie eine hervorragend geführte Volksschule. Weitere Verbesserungen seien aber möglich. Rinner: „Deshalb hat sich der Gemeinderat einstimmig hinter das Kieferer Bündnis für Familie gestellt.“

Jürgen Hirschauer vom Bundesministerium für Familien berichtete über Organisation und Arbeitsweise der lokalen Bündnisse in den Kommunen, in denen die Umsetzung bereits praktiziert wird. „Wenn es auch kein Patentrezept gibt, so sprechen die positiven Ergebnisse der Bündnisse für sich,“ wusste der Familien-Fachmann zu berichten.

Lebhafte Diskussionen ergaben sich anschließend in den Arbeitsgruppen. Es galt herauszufinden, welche Themen im Ort am drängendsten angegangen werden sollten.

Drei Schwerpunkte kristallisierten sich heraus: Die Optimierung der Vernetzung, die Verbesserung des Nahverkehrs und die Öffentlichkeitsarbeit.

„Wir haben viel, brauchen aber eine Bestandsaufnahme und Vernetzung“, so der Konsens. Dabei will man nicht nur den Ort, sondern auch das nahe Kufstein mit einbeziehen.

Großes Interesse fand der Bereich „Schulanbindung nach Kufstein“. Viele Kieferer Schüler nutzen die nahen Bildungseinrichtungen im Nachbarort, insbesondere das Gymnasium, klagen aber über mangelnde Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine junge Diskussionsteilnehmerin: „ Hier ist man auf privat organisierte Fahrgemeinschaften angewiesen.“ Bürgermeister Erwin Rinner nutzte die Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass zumindest die Fahrkosten seit kurzem beim Landratsamt Rosenheim geltend gemacht werden können.

Kernthema war die dringend erforderliche Öffentlichkeitsarbeit, um das Image des familienfreundlichsten Wohnorts in der Region zu verhaften. Schmidt: „Auf die Frage, was fällt Ihnen zu Kiefersfelden ein, müssen die Menschen an Ritter, Musik und Familie denken.“ Als eine der ersten konkreten Projekte wollen die Bündnismitglieder den Internetauftritt der Gemeinde um die Säule „Familie“ erweitern und dort die Angebote transparent machen. Viele innovative Ideen kamen zur Diskussion wie die Einführung eines Begrüßungspakets für Neugeborene, die Schaffung eines Familienpasses oder gar die Änderung des Ortsnamens auf „Familiengemeinde Kiefersfelden“.

Viel Zuspruch fand der Bereich Betreuung und Mehrgenerationenhaus, denn „die Älteren brauchen die Jungen genauso wie die Jungen die Älteren“. Damit wird klar, dass mit dem Bündnis Familie auch die Anliegen der älteren Mitbürger einbezogen werden sollen

Als nächsten Schritt sollen nun konkrete Projekte angegangen werden. Auf Vorschlag aus dem Teilnehmerkreis wurde Roland Schmidt einstimmig zum Bündniskoordinator bestimmt. Er übernimmt damit die Aufgabe der Arbeitsgruppensteuerung und ist zentraler Ansprechpartner für das Bündnis. Schmidt: „ Ich bin optimistisch, dass wir bis Jahresende bereits das eine oder andere Projekt umsetzen konnten, aber auf jeden Fall konkret anpacken.“

Nächster Meilenstein ist das Gründungsfest des Bündnisses in Form eines Familienfestes, veranstaltet am Samstag, 12. Juni, von 14.00 – 17.00 Uhr, im Kohlstattpark. „Zahlreiche Vereine und Gruppen haben ihre aktive Teilnahme bereits zugesagt“, freut sich Schmidt. Das Angebot soll für alle Altersgruppen etwas bieten, auch für die ganz kleinen Mitbürger. Zur gleichen Zeit findet auch das Feuerwehrfest in der –gesperrten- Thierseestraße statt. Für das leibliche Wohl ist somit ebenfalls gesorgt